volkshochschule zürich ONLINE: "Mit Chagall durch Zürich"

Dr. Walther Fuchs

Das Fraumünster, das Kunsthaus, die Kronenhalle und das Baur au Lac: alles Orte in Zürich, an denen sich Marc Chagall gerne aufgehalten hat oder die in seinem Leben eine Rolle gespielt haben. Begleiten Sie den Künstler an die Eröffnung der ersten Einzelausstellung im Kunsthaus, gesellen Sie sich zur Tischrunde in der Kronenhalle, erhaschen Sie im Baur au Lac einen Blick auf Skizzen seiner Glasmalereien oder hören Sie ihm zu, wenn er seine Fenster im Fraumünster erklärt.

04.12. Chagall im Fraumünster

Mi, 25.11.2020,19:30-21:00 Online-Kurs: CHF 70.00 exkl. Eintritt

Hinweis: Der Zugangslink des Zoom-Volkshochschule Zürich-Kurses finden Sie unter Downloads. Achtung: Die Führung "Chagall im Fraumünster" findet vor Ort statt, mit Headsets.


Kloster Engelberg und Küsnacht – Eine feurige Beziehung

Engelberg, 29. August 1729. Eine bleierne Gluthitze liegt auf dem sonst kühlen Hochtal von Engelberg am Fuss des Titlis. Es ist ein schwüler Montag und die Sonne hat schon seit zehn Tagen alles Brennbare in Zunder verwandelt. Wegen der grossen Hitze unternimmt der gesamte Konvent des Benediktinerklosters Engelberg einen Spaziergang auf die höher gelegene Alp Gschneit. Nur die Zöglinge der Klosterschule mit ihrem Präfekten Pater

Floridus Hartmann und dem kranken Laienbruder Michael Dürler nebst dessen Betreuer blieben zurück im Kloster. Der Abt Maurus Rinderli ist beim «Heuervolk» auf der Ochsenmatt in nächster Nähe der Benediktinerabtei. Im Kloster bereiteten die Internatsschüler die Abreise in die Ferien vor....

Fuchs 2020
Fuchs, Walther, »Kloster Engelberg und Küsnacht – Eine feurige Beziehung«, in: Kultur-Täglich (Reformierte Kirche Küsnacht), 2020, S. 1–3.

Konrad Schmid und die „Englische Schweisskrankheit“

Bei Nacht und Nebel verabschiedete sich Huldrych Zwingli am 3. September 1529 von seiner Frau Anna, Tochter Regula und den engsten Gefährten, zu denen Konrad Schmid („Der Rappen des Komturs“) aus Küsnacht zählte, Richtung Deutschland, um am Marburger Religionsgespräch teilzunehmen. Die Abreise erfolgte im Stillen, da ein möglicher Anschlag von katholischen „Aufpassern“ und „Übelgesinnten“ auf Zwingli befürchtet wurde. Allein der Geheime Rat der Zürcher Stadtregierung sei informiert gewesen. Während der über sechswöchigen Abwesenheit von Zwingli versah dessen Predigtamt am Grossmünster Konrad Schmid, „Commentur zu Küsnacht, der von den ganzen Zürcher Bürgerschaft geachtet und geliebt wurde und Zwinglis warer und treu ergebene Freund war“.

Fuchs 2020
Fuchs, Walther, Konrad Schmid und die „Englische Schweisskrankheit“, in: Kultur-Täglich: Reformierte Kirche Küsnacht, 2020.

PAUL KLEE: ANGELUS NOVUS

Wie der Klee-Forscher Osamu Okuda zurecht bemerkte, setzten sich die meisten Wissenschaftler mit der Deutung Benjamins auseinander, ohne Klees Werk unabhängig von Benjamin zu analysieren. Bezeichnenderweise ist es eine Künstlerin, R. H. Quaytman, die die Basis für eine neue Sichtweise auf das Bild liefert. Im Zuge ihrer Vorbereitung auf die Ausstellung im Tel Aviv Museum of Art 2015 entdeckte Quaytman am linken unteren Rand des Angelus novus oberhalb des Werktitels ein Bildmonogramm, das sie dem Kupferstecher Johann Friedrich Theodor Müller (1782 – 1816) und einem spezifischen Werk, Bildnis von Martin Luther, zuordnen konnte.

Fuchs 2020
Fuchs Walther, Paul Klee: Angelus Novus, in: Kultur-Täglich: Reformierte Kirche Küsnacht, 2020.

CHAGALL FENSTER ZÜRICH

Handlich und kompakt erklärt der neue Guide die Glasgemälde von Marc Chagall der Fraumünsterkirche und deren Entstehung, liefert biografische Angaben zum Leben und Werk von Marc Chagall, erschliesst Chagalls Bezug zur Bibel und zu Zürich und erläutert die Baugeschichte der Fraumünsterkirche.

Fuchs 2019

Walther J. Fuchs, Chagall Fenster Zürich. Digiboo, 2019, ISBN 9783039060030 (Print).

Walther J. Fuchs, Chagall Fenster Zürich. Digiboo, 2019, ISBN 9783039060047 (E-Book).

PAUL KLEES »EXAKTE VERSUCHE IM BEREICH DER KUNST« IM KATALOG DER WERKBUND-AUSSTELLUNG VON 1930 IN PARIS

Walther Fuchs und Osamu Okuda

Zusammenfassung

Die bisher weitestgehend unbekannte Präsenz von Paul Klee an der Deutschen Werkbundausstellung 1930 in Paris ist Thema des Tweets von Walther Fuchs und Osamu Okuda. Im Fokus steht die von Walther Gropius kuratierte Kulturpropaganda-Ausstellung des Deutschen Werkbundes 1930 in Paris mit Klees Beteiligung im Ausstellungskatalog, der von Herbert Bayer gestaltet wurde.

Summary

Paul Klee's largely unknown presence at the 1930 German Werkbund Exhibition in Paris is the subject of the tweet by Walther Fuchs and Osamu Okuda. The focus is on the German Werkbund exhibition 1930 in Paris, curated by Walther Gropius, in which Paul Klee was involved with an excerpt of a theoretical text published in the exhibition catalog, designed by Herbert Bayer

Fuchs/Okuda 2019
Walther Fuchs und Osamu Okuda, »PAUL KLEES‚ EXAKTE VERSUCHE IM BEREICH DER KUNST‘ IM KATALOG DER WERKBUND-AUSSTELLUNG VON 1930 IN PARIS«, in: Zwitscher - Maschine. Journal on Paul Klee / Zeitschrift für internationale Klee - Studien, 2019, Bd. 7, S. 55–57.